And the winner is …

Die Leibnizschüler und Nachwuchsfilmtalente Moritz Göbel und Joshua Kiefer siegen beim Jugendfilm-Wettbewerb des Exground-Festivals

Von Frau Hundt

„Mit dem Camcorder meines Vaters habe ich ziemlich alles, was mir vor die Linse kam, gefilmt“ - lachend erinnert sich Joshua Kiefer an seine ersten filmische Gehversuche im Grundschulalter. Gefestigt habe sich dann sein Interesse in der 5. Klasse, so der 17-jährige Abiturient weiter, als er an die Leibnizschule gekommen sei. Das Wiesbadener Gymnasium, das über ein echtes eigenes Kino verfügt und für Filmliebhaber schon längst kein Geheimtipp mehr ist, hat diese Begeisterung natürlich weiter befeuern können. Bei Popcorn und roten Plüschsesseln bekommen nicht nur die echten Zelluloid-Fans wie Moritz und Joshua Lust auf Kino.

Der schuleigene Filmclub und die Film-AG haben die beiden jungen Cineasten ihr Talent dann weiter kultivieren lassen: Vom Werbespot bis zum ersten Kurzfilm entstanden - in Kooperation mit weiteren Mitschülern – die ersten Projekte, die die beiden Oberstufenschüler weiter haben Blut lecken lassen: Während Joshua davon träumt, das Handwerk des Kameramanns von der Pike auf zu lernen, um dann irgendwann vielleicht in die Fussstapfen seines Idols, dem englischen Kameramann Roger Deakin, zu treten, sieht sich Moritz eher als Regisseur, da man so „Einfluss auf alle Bereiche“ habe und sie in Summe alle perfektioniere könne. 

Ein echtes Dream Team sind die beiden – was sie nicht zuletzt mit ihrem preisgekrönten Kurzfilm Lesson beeindruckend unter Beweis stellen konnten. Beim Jugendfilm-Wettbewerb des Exground-Festivals räumten die beiden dann auch das Preisgeld ab. Den Film, den die beiden gemeinsam entwickelt haben, greift eine Szene aus dem wahren Schülerleben auf: Ein Lehrer, eine Klasse, der Alptraum vieler Pennäler, entwickelt sich zu einem echten Nachtmahr, bei dem die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion beängstigend verschwimmen. Herauskommt ein hervorragendes Produkt, bei dem vom Ton bis zum Licht, von der Schauspielerei bis zur Maske alles perfekt aufeinander abgestimmt ist. 

Trophäen und Preise sammeln sich bei den beiden Jungfilmern mittlerweile schon regelrecht auf dem heimischen Regal. Ob bei der visionale in Frankfurt oder dem FiSH-Film Festival in Rostock - die beiden Kreativen sind ziemlich erfolgreich. Doch wer meint, dass der Erfolg den beiden Leibnizschülern zu Kopf gestiegen ist, der irrt gewaltig. Joshua, der den bescheidenen Moritz als genialen „Mastermind“ hinter ihren Projekten bezeichnet, winkt bescheiden ab: „Wir bilden uns nichts ein auf die ganzen Awards, aber wir nehmen sie natürlich gerne als Push für das nächste Projekt mit“. Klar, dass das aktuelle Preisgeld schon fest verplant ist. Die eigentliche Motivation aber, dass betont Moritz dann abschließend noch, ist die Präsentation auf der großen Leinwand. „Sieht man den Film an Ende endlich im Kino vor richtigem Publikum – dann weiß man, wofür man monatelang geschuftet hat“. 

Die Namen der beiden Leibniz-Abiturienten sollte man sich merken: Vielleicht wird es nämlich irgendwann in Hollywood heißen: Und der Gewinner ist - „and the winner is“: Moritz Göbel oder Joshua Kiefer.

Leibnizschule Moritz Goebel Und Joshua Kiefer
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