Bewerbungstraining

Bewerbungstraining für die Zehntklässler

Von Fr. Hundt

„Wer gerade sitzt, der beweist Rückgrat!“ Wieso und weshalb gerade die aufrechte Sitzhaltung bei Bewerbungsgesprächen eine wichtige Rolle spielt, haben unsere Schüler und Schülerinnen der E-Phase im Rahmen eines mehrstündigen Bewerbungstrainings lernen dürfen. Dass das, was in der Schule von den Lehrern und Lehrerinnen mitunter noch zähneknirschend geduldet und doch immer wieder nachdrücklich angemahnt wird, beim Bewerbungsmarathon ein absolutes „No-Go“ ist, das hat Frau Seidel von der Barmer Krankenkasse den Schülern und Schülerinnen sehr deutlich gemacht.

Seit Jahrzehnten schon ist dieses Bewerbungstraining fester Bestandteil unseres Maßnahmenkatalogs zur Studien- und Berufsorientierung. Experten und Expertinnen der Barmer Ersatzkasse oder der AOK schulen unsere zukünftigen Abiturienten und Abiturientinnen.

Als eine der ersten Schulen, so erzählt Koordinatorin Frau Schulze, hat die Leibnizschule Maßnahmen zur Studien- und Berufsorientierung ergriffen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Frau Nix und Frau Stadler organisiert sie seit Jahren diese Veranstaltung und pflegt unsere Kontakte zu freien Wirtschaft und den vielen Hochschulen. Neben dem regelmäßig stattfindenden Bewerbungstraining gehören auch die vielen Informationsnachmittage, Betriebsexkursionen. Betriebspraktika und auch „Schnuppertage“ an den Universitäten und den Fachhochschulen zum Leibniz-Programm, damit sich unsere Schüler und Schülerinnen möglichst breit informieren und am Ende leichter für den richtigen Weg entscheiden können. „In der Q-Phase beginnen bereits die ersten Schüler, sich für eine Ausbildung, ein Duales Studium oder auch private Universitäten zu bewerben. Da ist es einfach unerlässlich, ihnen das nötige Rüstzeug mit an die Hand zu geben“, bekräftigt Frau Schulze den Ansatz unserer Schule.

Gemeinsam mit der Expertin Frau Seidel durchliefen unsere Schüler und Schülerinnen exemplarisch und ganz praxisnah die unterschiedlichen Phasen einer Bewerbung. Dass da das fehlerhafte Anschreiben ein K.o.-Kriterium ist und was auf alle Fälle in eine Bewerbung hineingehört - all das lernten unsere Oberstufenschüler anhand konkreter Fallbeispiele. Dass das Baseballkap beim Vorstellungsgespräch genauso unangemessen ist wie ein zu kleiner Konfirmandenanzug oder lässiges Zuspätkommen und dass ein höfliches, selbstbewusstes Auftreten erwünscht ist, ein überzogenes Selbstbewusstsein aber nicht, machte Frau Seidel genauso unmissverständlich klar, wie die Tatsache, dass die Bewerber sich immer konkret auf das Unternehmen, für das sie sich bewerben, einstellen müssen: Inhaltlich, fachlich, und auch äußerlich.

Unsere Schüler und Schülerinnen sind am Ende dieses praxisorientierten Schultages sehr zufrieden und zeigen sich begeistert: „Ich fand es wirklich super. Mir hat das Training einfach die Angst vor dem 'Ernstfall' genommen“, lacht eine der Teilnehmerinnen, „ich weiß jetzt, was im Assessment Center auf mich zukommt, welche möglichen Fallen auf mich warten und wie ich sie umgehen kann. Ich konnte alle meine Fragen stellen und sie sind mir ehrlich beantwortet worden.“

Frau Seidel zeigt sich angesichts der motivierten Teilnahme unserer Schüler und Schülerinnen ebenfalls begeistert. Sie oder ein Kollege der AOK kommt hoffentlich auch im nächsten Jahr gerne wieder, um unsere Schüler „fit“ für den Berufseinstieg zu machen.

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