Exkursion zum Point Alpha

Point Alpha: "Observation post" der Amerikaner und deutsch-deutsche Grenze - eine Exkursion des Jahrgangs 9 in die deutsch-deutsche Vergangenheit

Nachdem wir uns schon morgens um 7 Uhr mit den Klassen des neunten Jahrgangs an der Schule getroffen hatten, sind wir nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt mit zwei Bussen endlich an der Gedenkstätte "Point Alpha" angekommen. Dort wurden wir durch ein Museum geführt, dem "Haus auf der Grenze", in dem unter anderem eine Miniatur der Mauer bzw. der innerdeutschen Grenze zu sehen war und uns der Aufbau der Grenzanlagen erklärt wurde. Wir konnten dort auch sehen, wie Kinder und Jugendliche - ganz anders als wir heute - in der DDR erzogen wurden, was man auch gut an Fotos zu den Jung- und den Thälmannpionieren erkennen konnte.

Nach einer Fragerunde, bei der wir unserem Museumsführer vielerlei Fragen stellen konnten, sind wir entlang der Überreste der Grenze und an einem DDR-Beobachtungsturm vorbeigelaufen - und zwar in Richtung des US-amerikanischen Beobachtungsstützpunktes "Point Alpha". Dort wurde uns die Bedeutung des "observation post Point Alpha" im Kalten Krieg aufgezeigt: Dieser war in der Nähe des DDR-Grenzstädtchens Geisa, an der Stelle, an der die Sowjets den kürzesten Weg nach Frankfurt, einer strategisch wichtigen Stadt in der Bundesrepublik, gehabt hätten. An diesem Ort konnten wir diverse Kampffahrzeuge und Helikopter sehen sowie die Ausrüstung der alliierten Soldaten. 

Nachdem wir eine Zeit lang frei auf dem Stützpunkt herumlaufen und uns selbstständig informieren durften, sind wir wieder zurück zur Gedenkstätte gegangen, um dort ein Zeitzeugengespräch zu führen. Bei diesem haben wir mit Jutta Fleck, der "Frau vom Checkpoint Charlie", und ihrer Tochter Beate Gallus sprechen können und ihnen andächtig zugehört, als sie von der Geschichte ihres Fluchtversuchs und ihrem Heim- bzw. Gefängnisaufenthalt erzählten. Die Geschichten der beiden Frauen waren sehr ergreifend und wirkten lange in uns nach.

 Nach dem Gespräch traten wir die Rückfahrt an und kamen nach drei Stunden zurück mit vielen neuen Eindrücken in Wiesbaden an.

 

Tufan Sayi, 9a

Point Alpha 1 Point Alpha 2 Point Alpha 3
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