Geschichtswettbewerb

Leibnizschüler Marc Görgens belegt den zweiten Platz

„Ich wollte mich selbst herausfordern“, erzählt Marc Görgens (9a), als er von seinem Projekt erzählt, mit dem er beim diesjährigen Schülerwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung teilgenommen hat. Belegt hat er bei diesem renommierten Wettbewerb dann den unglaublichen zweiten Platz.

170 Jahre nachdem über 300 Abgeordnete der deutsche Länder und Österreichs in die Paulskirche nach Frankfurt am Main, dem Sitz des Deutschen Bundes eingezogen sind, stand der landesweite Wettbewerb unter dem Motto „1848-2018: Einigkeit – Recht – Freiheit“. Der Katalog von Menschen- und Bürgerrechten, der damals formuliert wurde, ist noch immer lebendig und garantiert jedem einzelnen von uns bis heute die uns zustehenden Rechte und Freiheiten. Dass dieses Jubiläum „denk-würdig“ ist, liegt da auf der Hand. Bei der Wahl seines Themas war sich Marc schnell sicher, dass er sich der Bedeutung von Zäsur damals und heute widmen wollte. Dass da die Türkei, nicht etwa Nordkorea, wie er selbst sagt, die schwierigere Wahl gewesen sei, betont der Neuntklässler. Aber er habe sich, das sagt er selbstbewusst, auch von den Konkurrenten abheben und die Chance auf den Sieg erhöhen wollen. Wer so selbstbewusst und taktisch angreift, der wird, da wissen wir seit Dienstag, am Ende auch belohnt. Schulleiter Rainer Guss eilt nach Bekanntgabe der Gewinner eigens auf den Schulhof, um Marc  zu gratulieren, würdigt in seiner Ansprache dieses außerordentliche Engagement.

Auf die Frage, ob er schon immer geschichtsbegeistert gewesen sei, lacht der Neuntklässler und erzählt: „ Im ersten Halbjahr in der Sieben, hatte ich eine 5 mündlich“. Es besteht also Hoffnung für leidgeplagte Lehrkräfte und Eltern, dass am Ende des Tages Geschichtscracks aus denen werden, die mit dem, was manchmal vielleicht alt und verstaubt daherkommt, erst einmal auf Kriegsfuß stehen.

Auf die Idee am Wettbewerb teilzunehmen ist Marc gekommen, als er in den Sommerferien auf der Schulhomepage surfte und dabei auf einen Bericht über den Wettbewerb im Vorjahr stolperte. Julia Stadler, die Ansprechpartnerin unserer Schule, sprach Marc dann auch direkt nach den Ferien an. Die junge Pädagogin, die dem Neuntklässler bei seiner Recherche und Ausarbeitung tatkräftig unterstützt hat, ist stolz, dass ihr Schüler einen Platz auf dem Siegerpodest sichern konnte. Im Regelfall stehen da nämlich eher Oberstufenschüler und -schülerinnen – selbstverständlich mit dem Leistungskurs Geschichte. Bei all dem Jubel um seine Person, winkt Marc bescheiden ab und bestätigt nur in einem Nebensatz, dass er in Geschichte und auch PoWi natürlich eine „1“ habe. Im kommenden Jahr wolle er wieder mitmachen – wenn ihn ein Thema genauso „anfixt“ wie dieses Jahr.

Warum andere daran teilnehmen sollten? Trotz der vielen Arbeit, die man in seiner Freizeit investieren müsse, wie er am Ende doch zugibt, habe es ihn und vor allem sein Allgemeinwissen enorm bereichert.

Vor der nächsten Teilnahme am Wettbewerb in diesem Jahr, der ganz sicher wieder einem wichtigen historischen Ereignis gewidmet ist, steht aber erst einmal ein persönlich denkwürdiger Moment: Ende April nämlich findet die Siegerehrung in ganz würdevollen Rahmen statt: dem hessischen Landtag.

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