Jugend trainiert für Olympia

Schwimmen

„Ganz klar Olympia 2024“ antwortet Felix prompt auf die Frage, was sportlich gesehen sein Ziel sei. Wer den sympathischen Schwimmer mit dem blondem Strubbelkopf aus der 9. Klasse am Beckenrand des Schwimmbades Kleinfeldchen sieht, hat keinen Zweifel daran, dass er das Potential hat, in wenigen Jahren das Siegertreppchen in Paris zu besteigen.

Acht bis neun Mal die Woche trainiert der sportliche Leibnizschüler und zieht diszipliniert seine Bahnen beim SC Wiesbaden. Wer sich fragt, wie man bei sieben Tagen so oft trainieren kann, dem wird schnell klar, dass der Fünfzehnjährige regelmäßig zweimal am Tag ins Wasser steigen muss. Wenn morgens die Schwimmhalle um 6 Uhr öffnet, steht Felix regelmäßig mit seiner Schwimmtasche davor und geht dann – direkt nach dem Training in die Schule, um hier - bei G8 - die Schulbank zu drücken. Dass das Schwimmen in seinem Leben oft Priorität haben muss, versteht sich von selbst. Umso besser, dass in der Schule bisher alles rundläuft. Während einige seiner Klassenkameraden in der ersten Stunde noch zerknautscht hinter ihren Pulten sitzen und wieder andere zu spät kommen, weil sie sich nicht rechtzeitig aus dem Bett quälen konnten, hat Felix schon eine Stunde Schwimmtraining hinter sich. Hellwach stellt er sich dann den Anforderungen des Unterrichts - egal ob Gedichtanalyse oder Lösung eines mathematischen Problems.

Um das große Ziel zu erreichen, sind allerdings nicht nur Willenskraft und Disziplin vonnöten, sondern auch die regelmäßige Teilnahme an hessen- und bundesweiten Wettbewerben. Dabei kann Felix nicht nur auf seine Eltern zählen, die ihn fahren, unterstützen und anfeuern, sondern auch auf unsere Schule: Denn wenn es mal wieder heißt, Felix ist für eine Woche in einem Trainingscamp auf den Kanaren, wundert sich kein Lehrer mehr. Ganz im Gegenteil: Die Schulgemeinde drückt ihm regelmäßig fest die Daumen. Dass seine Teilnahme am Regionalentscheid von Jugend trainiert für Olympia selbstverständlich ist und er das Schulteam tatkräftig unterstützt, versteht sich ganz von selbst. Gemeinsam mit Sportlehrerin Nina Gleber und vielen anderen Leibnizschülern hat Felix am 22. Januar bei diesem Wettbewerb teilgenommen: Als erfahrener Wettkampfschwimmer hat Felix die engagierte Sportlehrerin umsichtig unterstützt und mit ihr geschaut, dass sich die Wettkämpfer rechtzeitig bereit machen und sich an der richtigen Bahn einfinden.

Noch im letzten Jahr hat unsere Schule sich als zweitbeste der Region für den Hessensentscheid qualifizieren können. Dieses Jahr hat das trotz des ambitionierten Einsatzes leider nicht geklappt. Aber Felix nimmt es sportlich: Es gehört dazu, auch einmal nicht zu den besten Teams zu gehören - der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles!“ trägt Felix und seine Wettkampfkameraden auch einmal über eine kleine Niederlage hinweg.

Insgesamt sind zwei Mannschaften bei "Jugend trainiert für Olympia" angetreten: die älteren Schwimmer rund um Felix sichern sich einen bemerkenswerten 3. Gesamtplatz und kämpfen in den unterschiedlichsten Disziplinen - vom Brustschwimmen bis zum Freistil. Die jüngeren Wettkämpfer hingegen belegen einen 7. Platz, zeigten dabei aber nicht nur bei den verschiedenen Staffel ihre Ausdauer.

Kurz nach 14 Uhr dann, als der Wettkampf vorbei ist und die Siegerehrung stattgefunden hat, packen die Leibnizschüler David, Amin, Jonas, Matts, Emil, Daniel, Fiete, und Borys aus den Klassen 5 und 6 und Leonard, Malte, Noah, Lars, Martin, Gabriel, Luca und Tjark aus der 7, 8 und 9 ihre Taschen und gehen ausgepowert heim.

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