Life-Science Lab

Exkursion der Bio-Lks zum Deutschen Krebsforschungszentrum

Von Fr. Hundt

Stuhl an Stuhl reiht sich im Kommunikationszentrum in Heidelberg aneinander. Schier endlos erscheinen die Reihen im Deutschen Krebsforschungszentrum, die sich eine um die andere nach oben fortsetzt. Hinter den kleinen, individuellen Schreibflächen sitzen die Zuhörer und Zuhörerinnen. Die Anwesenden sind am vergangenen Freitag jedoch nicht einschlägige Koryphäen der internationalen Krebsforschung, sondern ausgewählte Oberstufenschüler und -schülerinnen. Darunter auch die Biologie-Leistungskurse von Frau Wagner und Frau Herms-Waldschmidt. „Unsere Teilnahme“, so Frau Herms-Waldschmidt begeistert, „war ein absoluter Glücksfall“. Im Dezember hatten sich die beiden Lehrerinnen für das Schülerforum zum Thema „Krebsforschung heute: Neue Wege und Einsichten“ bewerben müssen. Gemeinsam mit ihren Oberstufenschülern und -schülerinnen gehörten die Pädagoginnen dann zu den glücklich Auserwählten. Ein besonderer Glücksfall auch, weil die Kurse in der Q2 gerade die Themen „Genetik“ und „Gentechnik“ durchgenommen hatten und, so Herms-Waldschmidt weiter, immer wieder feststellen konnten, dass „sie im LK lernen, was wissenschaftlich relevant ist“. Dass die zukünftigen Abiturienten und Abiturientinnen für die anspruchsvollen Vorträge also eine mehr als solide Verständnisgrundlage mitbrachten, versteht sich da von selbst.

Nur wenige Tage zuvor, kurz vor dem Weltkrebstag am 4. Februar, hatte sich Gesundheitsminister Jens Spahn per Twitter mit seiner Aussage, dass Krebspatienten „noch heute“ den Kampf gegen die Krankheit beginnen können, heftige Schelte eingefangen. Impliziere er damit, so die Kommentatoren, dass Krebs vor allem eine Frage des (ungesunden) Lebensstils sei und damit ein vermeidbares Übel. Dass die Gründe für die Entstehung von Krebs wesentlich vielschichtiger sind, vor allem „Umweltfaktoren und genetische Disposition“, so Herms-Waldschmidt, eine bedeutende Rolle spielen, haben die Leibnizschüler vor Ort einmal mehr begreifen können.

Die Teilnahme am Life-Science-Lab des Forschungszentrums war, so die beiden Kurse am Ende unisono, eine „tolle Erfahrung“. Gemeinsam konnten die Leibnizschüler und -schülerinnen schon einmal universitäre Luft schnuppern und - ganz banal - in die Mensa gehen. In eineinhalb Jahren schon steht bei einigen von ihnen vielleicht sogar das erste Semester Medizin an einer deutschen Hochschule an. Und nicht nur dann werden sich die Teilnehmenden der Heidelberg-Exkursion an diese einzigartige Erfahrung erinnern.

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