USA-Austausch

Rückbesuch in Wiesbaden

Tränen fließen ohne Ende, immer wieder fällt man sich in die Arme und versucht, den Abschied hinauszuzögern. Letzte Geschenke werden ausgetauscht, bis die amerikanischen Deutschlehrerinnen Anne Feinleib und Melissa Slauson ihre Schützlinge mit sanftem Nachdruck an den Check-In am Frankfurter Flughafen drängen. Sichtlich schwer fällt es den amerikanischen Austauschschülern und ihren deutschen Austauschpartnern sich voneinander zu verabschieden. Hinter ihnen liegen ereignisreiche Tage in Wiesbaden, die alle Beteiligten auf diesem Gegenbesuch in Deutschland noch mehr zusammengeschweißt haben: Richtige Freundschaften sind entstanden zwischen Amerikanern und Deutschen während dieses Austausches, der im Gegenbesuch der Gruppe aus Haddonfield vorerst einen Abschluss gefunden hat. Siebtklässlerin Marie steht in ihrem knallroten Kapuzenpulli mit dem Maskottchen der Haddonfield High School, einer grimmig dreinschauenden Bulldogge, vor den Check-In-Schaltern und verabschiedet den Austauschpartner ihres Bruders Paul. Sie ist sich sicher, auch sie möchte an diesem Austausch teilnehmen, wenn sie alt genug ist und vieles von dem erleben und sehen, wovon ihr Bruder Paul so begeistert erzählt hat.

Vor ihrem Aufenthalt in Wiesbaden haben unsere amerikanischen Freunde bereits München, Salzburg und Schloss Neuschwanstein besucht; bei herrlichem Sommerwetter deutsche und österreichische Sehenswürdigkeiten von ihrer schönsten Seite kennenlernen dürfen. Ein Highlight des Besuches, das berichtet Anne Feinleib, ist jedoch der Besuch in Wiesbaden und das Wiedersehen mit den Austauschpartnern aus Deutschland. Unsere Schule erleben unsere Gäste zwar nicht im laufenden Betrieb, schließlich kommen sie in der zweiten Osterferienwoche, aber das Programm, das Monika Hahn ihnen für ihren Besuch zusammengestellt hat, ist der Knaller. Frankfurt mit seinen Wolkenkratzern und dem Goethemuseum gehört da natürlich zum Pflichtprogramm, genau wie Mainz und Wiesbaden, aber auch der Rheingau wird besucht und seinem Ruf bei strahlendem Sonnenschein gerecht. Mit dem Schiff und der Seilbahn liegt die deutsche Weingegend unseren Gästen zu Füßen und zeigt sich mit saftigen grünen Wiesen, gelben Rapsfeldern und sich gefällig windendem Rhein von seiner schönsten Seite. Kulinarisch verwöhnen lassen sich die Amerikaner und die Englischlehrerinnen Monika Hahn und Ulrike Hundt dann bei deutscher Gemütlichkeit in Assmannshausen, wo sie allesamt Rheinromantik at its best erleben dürfen.

Die beiden amerikanischen Lehrerinnen Anne Feinleib und Melissa Slauson bestehen am vorletzten Abend mit dem Englischkollegium der Leibnizschule noch den „Äppelwoi- und Handkäs-mit Musigg“-Test und zeigen sich einmal mehr begeistert angesichts der deutschen Gastfreundschaft.

Am letzten Tag in Mainz ist der Gruppe der Wettergott zwar nicht mehr so gewogen, aber die Eindrücke um Gutenberg und seine Bibel und den imposanten Dom machen eine mögliche Enttäuschung einfach wett.

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