World Robot Olympiad

Aufgenommen im Kreis der Helden

Drei Leibnizschüler schneiden als bestes europäisches Team bei der World Robot Olympiad in Thailand ab

Von Frau Hundt

Wie ein Ritterschlag hat es sich für Yannik Bredenkamp, Paul Vorderbrügge und Tammo Buschlinger angefühlt, als ihre Konkurrenten aus Russland, Malaysia und Taiwan während der World Robot Olympiad in Chiang Mai das Trikot tauschen wollten. Ihr Trainer Wolfgang

Buschlinger, der das Team ehrenamtlich betreut, lacht, als er sich an den Moment des Jackentauschs erinnert: Für die Jungs war es, als seien sie „im Kreis der Helden aufgenommen worden“. Die asiatischen Teams sind, da machten sich die drei Robotikfreaks vor dem Weltfinale nichts vor, immer die (un)heimlichen Favoriten beim Wettbewerb. Und auch der Konkurrent aus Russland war eine Riesennummer: Schon alleine durch seine Teilnahme an der WROhat sich dieser ein Stipendium für eine Eliteuniversität sichern können.

Vollkommen zurecht also tragen die drei Neuntklässler beim offiziellen Termin mit Schulleiter Rainer Guss ihre Kapuzenpullis mit Stolz geschwollener Brust: Dieser hatte die drei Schüler eigens für die Teilnahme in Thailand von der Schule freigestellt und zeigt sich begeistert angesichts des tollen Ergebnisses. Die befreundeten Programmierpiraten, die Programming Pirates, hatten gemeinsam beim Weltfinale in Chiang Mai ihre europäischen Mitstreiter einfach so abgehängt und am Ende einen hervorragenden 13. Platz belegt. Mächtig stolz erinnert sich ihr Coach Buschlinger an ihre Konzentriertheit im Wettkampf und daran, dass die drei Programmierkünstler die extrem schweren Aufgaben mit kühlen Kopf angegangen sind. Trotz einiger Rückschläge während des dreitägigen Wettkampfes habe sich keiner der drei Jungs irgendwann einmal hängen lassen.

Der Kampfgeist der drei Leibnizschüler ist sicher bewundernswert, überrascht aber auch nicht: Auf dem Weg nach Thailand haben sich die drei Gymnasiasten nicht nur beim Regionalwettbewerb in Schweinfurt, sondern auch beim Deutschlandfinale in Passau erfolgreich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen müssen.

Doch wer meint, dass der Weg zum Ziel ein leichter gewesen sei, der täuscht. Im letzten Jahr haben sich die drei Roboterspezialisten beim Regionalwettbewerb in Schweinfurt nichtfür das Deutschlandfinale qualifizieren können. Doch wenn man eines bei der Robotik ganz sicher lerne, so Wolfgang Buschlinger grinsend, dann, dass Frustrationstoleranz eine Kernkompetenz sei. Kein Wunder also, dass die drei Jungs mit seiner Hilfe wieder aufgestanden sind und seit Januar diesen Jahres an ihrem neuen Roboter getüftelt haben.

Dass Tammo montagabends in Frankfurt aus dem Flieger steigt und am nächsten Morgen die nächste Klassenarbeit einfach so mitschreibt, als hätte es den Kurztrip nach Thailand gar nicht gegeben, wundert an der Leibnizschule keinen. Denn eines ist klar: Die drei wollen was reißen, nicht nur bei der WRO.

World Robot Olympiad 2018
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